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24.09.2026Beitrag teilen:
23.9.2026 – erster internationaler Tag der Rechte der Natur
Die fabelhafte Kraft des Wassers (c) Nationalpark Hohe Tauern Stefan Leitner
Flüsse, Wälder, Böden, Tiere und Ökosysteme sind die Grundlage unseres Lebens. Die Idee der Rechte der Natur geht noch einen Schritt weiter: Natur soll nicht nur als Ressource für den Menschen betrachtet werden, sondern einen eigenen Wert und eigene Rechte besitzen – etwa das Recht zu existieren, ein Recht auf Schutz oder ein Recht darauf sich zu regenerieren.
Ein nun neues und wichtiges Zeichen für diese Bewegung ist der Rights of Nature Day for Environmental Justice. Am 23. September 2026 wurde er erstmals in Wien begangen. Vorträge, Gespräche und Aktionen an der Alten Donau brachten Menschen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der internationalen Rechte-der-Natur-Bewegung zusammen. Von nun an, soll jährlich am 23.9., der Tagundnachtgleiche im Herbst, der Rights of Nature Day gefeiert werden.
Im Mittelpunkt steht dabei eine einfache Erkenntnis: Wir sind von der Natur abhängig. Sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Artenvielfalt und ein stabiles Klima sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern die Voraussetzungen für unser Leben und unsere Gesellschaft. Die in Wien vorgestellte Declaration of Dependence erinnert daran, dass der Mensch tatsächlich kein von der Umwelt unabhängiges Wesen ist, sondern Teil einer umfassenden Lebensgemeinschaft, die auf diesem Planeten Platz findet.
Der Rights of Nature Day lädt deshalb dazu ein, unser Verhältnis zur Natur, zu unserer Mitwelt, neu zu denken – weg von der Vorstellung, Natur sei eine reine Ressource und hin zu einer Beziehung, die von Respekt, Verantwortung und gegenseitiger Fürsorge geprägt ist. Die Rechte der Natur sind damit nicht nur eine rechtliche Frage, sondern auch eine Einladung, unsere eigene Verbundenheit mit der lebendigen Welt bewusster wahrzunehmen.
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